Schamlippe verkleinern: Kostenübernahme Krankenkassen

Verkleinerung der Schamlippe - Kostenübernahme durch die Krankenkasse

Da das Verkleinern der Schamlippen häufig lediglich als kosmetische Maßnahme eingestuft wird, weigern sich viele Krankenkassen die Operationskosten zu übernehmen. Der Eingriff muss dann aus eigener Tasche finanziert werden. Trotzdem ist die Möglichkeit zur Kostenübernahme durch die Krankenkasse unter bestimmten Voraussetzungen durchaus gegeben.

Eine pauschale Antwort auf die Frage nach einer Kostenübernahme durch die Krankenkasse ist jedoch nur schwer zu finden, da sowohl die gesetzlichen als auch die privaten Krankenkassen im Einzelfall entscheiden. Deswegen lohnt es sich immer, sich bereits im Vorfeld einer möglichen Operation ausführlich mit den Kriterien für eine Übernahme der Kosten durch die jeweilige Krankenkasse auseinander zusetzen.

Wann übernimmt die Krankenkasse die Kosten für das Verkleinern der Schamlippe?

Die Krankenkasse übernimmt in Ausnahmefällen bei klarer, medizinischer Indikation die Kosten zum Verkleinern der Schamlippe. Diese Indikation wird anhand von verschiedenen Faktoren gemessen.

Dazu zählen beispielsweise gravierende psychische Probleme und die damit einhergehende Einschränkung des Sexuallebens, die Häufigkeit von Infektionen, starke Schmerzen bei Bewegung oder auch die Diagnose Genitallymphödem.

Die medizinische Notwendigkeit zum Verkleinern der Schamlippen muss in jedem Fall anhand eines ärztlichen Gutachtens bewiesen werden.

Unbedingt zu beachten ist, dass für die Krankenkassen der ästhetische Anspruch nicht entscheidend ist und deswegen nur die Kosten des medizinisch notwendigen Eingriffs übernommen werden. Selbst wenn die Krankenkasse finanzielle Hilfe bewilligt, kann es sein, dass nur Teile der Schamlippen-OP bezahlt werden.

Sollte ein Verkleinern der Schamlippe von Ihnen geplant werden, empfiehlt es sich daher, trotz möglicher Unterstützung der Krankenkasse Geld für den Eingriff zu sparen.

Viele plastische Kliniken bieten auch eine Ratenzahlung an, die Ihnen die Finanzierung der Operation zum Verkleinern der Schamlippe erleichtert.

Vorgehen bei der Antragstellung zur Kostenübernahme durch die Krankenkasse

Um finanzielle Unterstützung von der Krankenkasse zum Verkleinern der Schamlippe zu erhalten, muss im Vorfeld ein formloser Antrag zur Kostenübernahme gestellt und die medizinische Notwendigkeit des Eingriffs anhand eines ärztlichen Attests, am besten von einem Gynäkologen, nachgewiesen werden.

Meistens läuft der Antrag über den medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK). Vor Beginn der Operation muss eine Antwort abgewartet werden, da eine rückwirkende, pauschale Kostenübernahme nicht möglich ist und jeder Fall einzeln überprüft wird.

Die Erfolgschancen eines solchen Antrags auf finanzielle Unterstützung durch die Krankenkasse sind nicht allgemein vorauszusehen und abhängig von der beurteilenden Krankenkasse sowie der Schwere der Beschwerden.

Bei der Planung einer Schamlippenverkleinerung informieren Sie sich am besten direkt bei Ihrer Krankenkasse darüber, welche finanzielle Unterstützung es zum operativen Verkleinern der Schamlippen für Sie gibt. Lesen Sie mehr zum Thema Schamlippe verkleinern - Kosten sowie zu den verschiedenen Möglichkeiten der Finanzierung.

Schamlippe verkleinern: Antrag Krankenkasse