Risiken Schamlippe verkleinern: Alle Infos

Die Risiken beim Verkleinern der Schamlippe

Wie jede andere Operation ist auch das operative Verkleinern der Schamlippe mit gewissen Risiken verbunden, derer Sie sich im Vorfeld bewusst sein sollten, wenn Sie über einen solchen Eingriff nachdenken. Wird eine Schamlippenverkleinerung professionell durchgeführt, ergeben sich verhältnismäßig selten Komplikationen. Eine Garantie für ein risikoloses Gelingen kann jedoch kein noch so erfahrener Facharzt geben. Umso wichtiger ist es, dass der ausgewählte Facharzt bei einem Beratungsgespräch ausführlich über mögliche Risiken beim Verkleinern der Schamlippe informiert.

Welche Risiken gibt es beim Verkleinern der Schamlippe?

Auch wenn schwerwiegende Komplikationen und bleibende Schäden nach der Schamlippenverkleinerung eher selten sind, sollten diese im Vorfeld vom behandelnden Facharzt erläutert werden. Auf dieser Seite möchten wir Ihnen eine Übersicht zu den möglichen Risiken geben, welche mit dem Verkleinern der Schamlippe verbunden sind. So erhalten Sie einen umfassenden Überblick sowie Empfehlungen zum angemessenen Verhalten im Falle des Auftretens von Problemen oder Risiken.

Schmerzen

Leichte bis mittelschwere Schmerzen gehören nach dem Verkleinern der Schamlippe zu den üblichen Symptomen. Diese können in der Regel schnell und effektiv mit handelsüblichen Schmerzmitteln bekämpft werden. Die Schmerzen lassen in der Regel schon nach 8 Stunden deutlich nach, sodass schon am Tag nach der OP meist keine Schmerzmittel mehr erforderlich sind. Ist dies nicht der Fall oder treten starke Schmerzen auf, sollte unbedingt der behandelnde Arzt aufgesucht werden.

Schwellungen/Blutergüsse

Schwellungen und Blutergüsse sind nach einer Schamlippenverkleinerung keine Seltenheit. Nach einigen Tagen sollte auch hier eine deutliche Besserung bemerkbar sein. Ist das nicht der Fall, empfiehlt es sich, Rücksprache mit dem behandelnden Arzt zu halten.

Nachblutungen

Leichte Nachblutungen treten regelmäßig auf und sind kein Anlass zur Sorge. Starke Nachblutungen sind hingegen eher selten und gehören zu den möglichen Risiken beim Verkleinern der Schamlippe. Treten starke Nachblutungen auf, sollte in jedem Fall der behandelnde Facharzt aufgesucht werden. Er entscheidet dann, ob die Wunde erneut geöffnet werden muss, damit das Blut abfließen kann. Öffnet man die Wunde nicht, so können Wundheilungsstörungen auftreten.

Blasenentzünung

Bei Frauen, die oft unter Blasenentzündungen leiden, kann ein intimchirurgischer Eingriff ein begünstigender Faktor für eine solche Entzündung sein. Betroffene sollten bereits im Vorfeld der Schamlippenverkleinerung mit ihrem Arzt darüber sprechen. Blasenentzündungen können in den meisten Fällen schnell und einfach mit Antibiotika behandelt werden. Verspüren Sie nach dem Eingriff ein unangenehmes Brennen beim Wasserlassen und haben erhöhten Harndrang, sollten Sie deshalb Ihren Arzt aufsuchen, damit er Ihnen eine entsprechende Medikation verschreibt.

Narbenbildung

Mit einer geringen Narbenbildung sollte bei jedem Eingriff gerechnet werden, diese gehört zu den normalen Risiken. Die Narbenbildung kann je nach angewandter Operations-Technik in ihrer Stärke variieren. Wird der Eingriff mit einem Laser durchgeführt, sind die entstehenden Narben in den meisten Fällen kaum sichtbar.

Gefühlsstörungen

Gefühlsstörungen zählen ebenfalls zu den Risiken einer Schamlippenverkleinerung, treten aber äußerst selten auf. Meistens legen sich diese Symptome nach etwa 4-6 Wochen aber wieder. Sollte dies nicht der Fall sein, ist auch hier das Konsultieren des behandelnden Facharztes sinnvoll.

Nicht zufriedenstellendes Ergebnis

Manche Frauen sind mit dem Ergebnis des Eingriffs nicht zufrieden. Das kann in einer zum Beispiel an einer stärkeren Narbenbildung als erwartet oder eine Asymmetrie der Schamlippen nach dem Eingriff liegen. Wenn Sie über eine Schamlippenverkleinerung nachdenken, sollten Sie deshalb unbedingt auf einen kompetenten Facharzt mit viel Erfahrung achten. Lassen Sie sich intensiv aufklären und besprechen Sie im Detail, was Sie sich wünschen. Aber auch ein nicht zufriedenstellendes Ergebnis muss kein dauerhafter Zustand sein – eine Nachkorrektur ist in den meisten Fällen möglich.

Präventive Maßnahmen zur Vermeidung von Risiken

Um eventuellen Risiken und Schmerzen nach der Schamlippenverkleinerung zu entgehen, sollten Sie sich an die Vorgaben des Arztes halten. Um die Heilung schnell und komplikationslos voranschreiten zu lassen, muss stets auf eine gute Hygiene geachtet werden. Die Wunde sollte nie berührt werden, ohne dass vorher die Hände ausgiebig gesäubert und desinfiziert wurden. Der Intimbereich selbst sollte nur mit Wasser und Seife gewaschen werden – Cremes, Lotionen und Desinfektionsmittel direkt auf der Wunde stören den Wundheilungsprozess.

Die Einnahme blutverdünnender Medikamente und übermäßiger Nikotinkonsum sollten vor dem Verkleinern der Schamlippe unbedingt unterlassen werden. So wird die Gefahr von Nachblutungen und Wundheilungsstörungen minimiert.

Schamlippe verkleinern: Risiken
Schamlippe verkleinern: Präventive Maßnahmen gegen Risiken

Auch Geschlechtsverkehr sollte für die Dauer von etwa drei bis vier Wochen nach dem Eingriff vermieden werden. Ist die Wunde der Schamlippe schmerzunempfindlich und die Fäden haben sich aufgelöst, dann darf auch die sexuelle Intimität mit dem Partner wieder aufgenommen werden. Leichte sportliche Betätigungen sind nach ein bis zwei Wochen wieder möglich. Von intensiveren Sportarten, wie beispielsweise Reiten oder Radfahren, wird allerdings die ersten drei bis vier Wochen abgeraten. So wird die Wunde nicht unnötig gereizt und die Heilung nach der Schamlippenverkleinerung nicht verzögert.

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